kaum zu glauben, aber jetzt bin ich doch tatsächlich schon drei wochen in diesem amsterdam! und ich muss sagen: gefällt. durchaus. zeit für ein erstes lebenszeichen.

ich lebe aktuell im norden von amsterdam. sobald ich mich überwinden kann, das bereitgestellte fahrrad zu benutzen und somit noch mehr echten amstardam style lebe, bedeutet das eine tägliche fahrt mit der fähre und schon bin ich in der city.

meine gastgeber sind große klasse! nachdem ich im dezember schon mal für ein wochenende hier rübergecheckt bin, hab ich die beiden bei einem gottesdienst kennengelernt. dort haben sie innerhalb von zehn minuten entschieden, dass ich bei ihnen wohnen kann. für gerade mal ein bisschen kostenbeteiligung! das ist der wahnsinn, denn amsterdam ist nicht gerade die billigste stadt. und eigentlich ist auch die wohnungssuche meistens ein bisschen anstrengender..;)
die letzten beiden wochen hatte ich dazu noch sturmfrei, weil die beiden (ein ehepaar) nach südafrika zu seiner familie geflogen sind. ich war ein bisschen aufgeregt, weil ich mich um die pflanzen kümmern sollte und eher berüchtigt als berühmt für meinen grünen daumen bin (R.I.P. vranjo!). aber ich glaube, alle haben überlebt..

was ich dort eigentlich mache? also. ich bin langsam am ende meiner vikarsausbildung. deshalb sind gerade alle vikarInnen für zweieinhalb monate raus aus ihrer gemeinde und arbeiten in irgendeinem betrieb oder einer organisation mit. quasi kontakt mit der “echten” arbeitswelt..;)
ich hab mir dafür die FAIR WEAR FOUNDATION in amsterdam rausgepickt. die machen sich mit modelabels auf den weg, die arbeitsbedingungen in den kleidungsfabriken so zu verbessern, dass das ein cooler und lohnenswerter job ist. eigentlich geht es dabei lediglich um stinknormale arbeitsrechte, die in den un-menschenrechtskonventionen verankert sind. dass die realität aber leider anders aussieht, wissen die meisten spätestens seit dem einsturz der näherei in bangladesh 2013, als über 1000 menschen sterben mussten.
das team dort ist sehr jung (geblieben), dynamisch, offen und vor allem fröhlich. nicht die schlechtesten voraussetzungen für so eine taffe arbeit..

obwohl das bier teuer ist, ist die stadt selbst der wahnsinn! ich lieb’s, mit der tram durch die city zu cruisen und diese schönen häuser und grachten anzustarren. die stadt ist sehr bunt, tolerant, multikulturell. und es gibt viele gute live-clubs. feine sache!

gerade bin ich auf dem heimweg in den süden – nächste woche werd ich viel in und um stuttgart abhängen. vor allem werden wir hart mit DEINE LUDDER für den kirchentag proben. außerdem werd ich natürlich meine CEiL-buben treffen. und zu allem überfluss ist dann am samstag, 21.02. auch noch ein gig mit kashew im club zentral in stuttgart. wenn du also noch nichts vorhast – wär geil, dich zu sehen, bevor ich wieder nach amsterdam abzwitscher für die nächsten fünf wochen.

soweit.
love.